Fazit:
Das neue Buch des Bestsellerautors von Generation
Golf - Kauftipp! |
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Das Leben könnte so schön sein. Wenn unser schlechtes
Gewissen nicht wäre, das grosse unbekannte Wesen hinter
unserer Stirn und unser ständiger Begleiter: Wenn wir
an einem Bettler vorbeigehen oder Nutella aufs Brot streichen,
wenn wir vor der Mülltonne stehen oder bei Rot über
die Ampel gehen.
Du musst kein schlechtes Gewissen haben? Von wegen. Da es
keine verbindliche Moral mehr gibt, keine objektiven Maßstäbe
für gut und böse, haben wir uns alle im laufe
der Zeit ein sonderbares Gedankengemälde errichtet,
nach dem der gut ist, der joggt und auf dem Wochenmarkt
frische Tomaten kauft, und der schlecht, der nicht joggt
und Pommes mit Ketchup mag. Wir sollen und wollen uns ständig
schuldig fühlen, wissen aber nicht mehr so ganz, warum
- und vor allem: vor wem.
Wenn Generation
Golf das Tagebuch einer vergangenen Kindheit und Jugend
war, dann ist dieses Buch eine Reise in unser inneres Absurdistan,
in dem uns die Gewissensbisse täglich lustvoll quälen.
Das Buch ist die erste Problemzonengymnastik für den
Kopf.
Florian
Illies ist 1971 geborgen und Feuilleton-Redakteur der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Berlin.
(Copyright © 2001 Argon)
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