Fazit:
Unterhaltsame, witzige, emotionale und ostalgische Reise
durch eine zum Glück vergangene Zeit. |
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Was passiert, wenn man in dem festen Glauben aufwächst, Kakerlaken
seien Stasi-Spitzel? Und wie fühlt man sich, wenn man als Kind
mit einem "Schwerter-zu-Pflugscharen"-Aufnäher in die Schule
gehen muss?
Claudia Rusch, die im Umfeld der DDR-Bürgerrechtsbewegung aufwuchs,
erzählt in ihren Erinnerungsgeschichten pointiert und mit Herz
und Humor, wie sie unter kaum glücklich zu nennenden Umständen
eine glückliche Kindheit verlebte, auch wenn die bitteren Erfahrungen
nicht ausblieben: Der Großvater starb in Stasi-Untersuchungshaft,
die Familie lebte unter andauernder Beschattung, eine enge Freundin
der Mutter entpuppte sich als IM "Buche". Doch was übrigbleibt,
sind überwiegend schöne Erinnerungen an eine fast normale Kindheit.
Wie schon Wolfgang Hilbig im Nachwort treffend bemerkte "Ich
bitte Dich, schreib noch mehr von diesen Geschichten, schreib
sie kiloweise, oder so lange, bis Dir die Luft ausgeht.",
ist man nach dem Buch hungrig geworden. Hungrig nach mehr von
diesen Geschichten, die nicht nur für Ostalgiker eine sehr
unterhaltsame Ansammlung von Erlebnissen vor und während
des Mauerfalls beinhalten.
Claudia Rusch, geboren 1971, wuchs auf der Insel Rügen,
in der Mark Brandenburg und seit 1982 in Berlin auf. Sie studierte
Germanistik und Romanistik, arbeitete sechs Jahre als Fernseh-Redakteurin
und lebt als Autorin in Berlin.
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© 2004 lesewelt.de)
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